Klimaneutral seit 2021

Ressourcenschutz für eine nachhaltige Zukunft

Das Thema Nachhaltigkeit steht bei RhönSprudel schon auf Grund seiner besonderen Lage im Biosphärenreservat Rhön und der ursprünglichen Reinheit unseres Naturprodukts Mineralwasser im Fokus unseres unternehmerischen Handelns. So haben wir im letzten Jahr unsere vielfältigen Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit in einem validierten Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert und produzieren als Folgeschritt seit diesem Jahr klimaneutral.

Nachhaltigkeit ist bei uns aktiv gelebte Unternehmenskultur. Neben unserem Engagement für vielfältige Projekte des Natur- und Artenschutzes haben wir aus Verantwortung für unsere Umwelt, die Region und unsere Mitarbeiter das gesamte Unternehmen und unsere Produkte klimaneutral gestellt. Das bedeutet: Wir sind vom Einkauf der Rohstoffe, über die Abfüllung und Produktverpackung, bis hin zum Handel klimaneutral und arbeiten beständig daran, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren.

Unser Weg zur Klimaneutralität

Nachhaltiges, unternehmerisches Handeln, Klimaschutz sowie Ressourceneffizienz sind für uns wichtige Ziele, die fest in unserer Unternehmensorganisation verankert sind. So haben wir bereits in 2016 ein eigenes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 eingeführt. 2018 folgte die Einführung eines Umweltmanagementsystems gemäß DIN EN ISO 14001. Die aus diesen beiden Systemen erhobenen Daten verschaffen uns Transparenz über die Verbräuche und ermöglichen es uns, Einsparpotenziale zu identifizieren. 

Um unser Engagement im Bereich Klimaschutz weiter auszubauen, berechnen wir seit 2019 zusätzlich unsere CO2-Emissionen und erstellen hieraus eine Klimabilanz für das Unternehmen. Dabei werden alle Emissionen entlang der Wertschöpfungskette berücksichtigt. Auf Basis der Klimabilanz werden die wesentlichen Handlungsfelder für Reduktionsmaßnahmen ermittelt und konkrete Einzelziele und Maßnahmen für diese Handlungsfelder definiert. Um den Klimaschutz entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen, beziehen wir auch unsere Partner und Lieferanten ein. Emissionen, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vermeiden können, gleichen wir im Rahmen von international anerkannten und zertifizierten Projekten im Bereich des Waldschutzes und der Aufforstung aus.

Die Schlüsselfaktoren zur Klimaneutralität

Ermitteln

Wichtig für ein gezieltes und nachhaltiges Handeln ist eine gründliche Analyse der aktuellen Situation. Wir erfassen daher jährlich alle relevanten CO2-Emissionen unseres Unternehmens sowie unserer Produkte am Standort Weyhers.

Bei der Berechnung des CO2-Fußabdruckes werden z.B. Emissionen erfasst, die durch die von uns eingesetzten Rohstoffe und Materialien, den Produktionsprozess und die Logistik entstehen. Auch allgemeine Geschäftstätigkeiten, wie die Verwaltung, werden berücksichtigt. So erhalten wir ein umfassendes Bild und eine solide Ausgangsbasis für unser weiteres Handeln, um unsere CO2-Emissionen weiter zu reduzieren.

Reduzieren und vermeiden

Durch die Identifikation von CO2-Emissionen ist es möglich, diese gezielt zu minimieren und wo immer es möglich ist, ganz zu vermeiden.

So arbeiten wir auch im Rahmen unseres Energiemanagements bereits seit Jahren an Reduzierungsmaßnahmen. Investitionen in unser eigenes Blockheizkraftwerk sowie in eine Photovoltaikanlage sind Maßnahmen, die zu einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Auch durch die Umrüstung unserer Außenbeleuchtung entsprechend der Vorgaben des Sternenpark Rhön sparen wir Energie und tragen gleichzeitig zum Schutz von Insekten und nachtaktiven Tieren bei.

Ausgleichen

Trotz all unserer Bestrebungen, die CO2-Emissionen zu minimieren, fallen dennoch einige Emissionen an, die sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vollständig vermeiden lassen. Wir haben uns daher entschlossen, diese noch vorhandenen Emissionen durch die Förderung von international anerkannten Klimaschutzprojekten im Bereich des Waldschutzes und der Aufforstung auszugleichen. Die Projekte tragen neben dem CO2-Ausgleich auch zur Entwicklung einer nachhaltigeren Infrastruktur in der jeweiligen Region bei. Zusätzlich zu diesen Aktivitäten engagieren wir uns für eine Vielzahl von regionalen Projekten des Natur- und Artenschutzes, die jedoch nicht in die CO2-Kompensation einfließen.

Klimaschutz und soziale Verantwortung 

Gemeinsam mit ClimatePartner haben wir uns für Projekte entschieden, die Klimaschutz und soziale Verantwortung vereinen: das Waldschutzprojekt Madre de Dios in Peru sowie das Aufforstungsprojekt Guanaré in Uruguay. Beide Projekte sind international anerkannt und nach hohen Maßstäben zertifiziert.

Wälder zählen grundsätzlich zu den wichtigsten CO2-Speichern unserer Erde, beherbergen eine enorme Artenvielfalt und sind Lebensgrundlage für alle Menschen. Die globalen Waldflächen sind jedoch in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zunehmender Besiedelung, landwirtschaftlicher Nutzung, illegaler Abholzung und Rohstoffabbau stark zurückgegangen. Durch die Förderung der beiden Projekte wird sichergestellt, dass wertvolle und einzigartige Waldflächen mit ihrer ganzen Artenvielfalt langfristig erhalten bleiben und durch gezielte Aufforstung Nutzwälder für eine nachhaltige Bewirtschaftung geschaffen werden. Die Projekte leisten – neben dem Klimaschutz – einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Sie unterstützen beispielsweise lokale Gemeinschaften, die Biodiversität, verbessern die Schulbildung und schaffen neue Arbeitsplätze.

Waldschutz in Peru

Schutz für ein bedrohtes Stück Amazonas

Das Schutzgebiet Madre de Dios befindet sich im Südosten Perus und ist Teil des Vilcabamba-Amboró Korridors, eines der größten Gebiete mit der weltweit höchsten biologischen Vielfalt.

Das Projekt umfasst eine Fläche von 100.000 Hektar Wald und hat sich neben dem Waldschutz auch dem Schutz bedrohter Tierarten verschrieben – u.a. Jaguare, Pumas und Brüllaffen. Zudem lernen die lokalen Gemeinden, ihren Lebensraum nachhaltig zu bewirtschaften.

Aufforstung in Uruguay

Regeneration und Aufforstung

Das Projekt unterstützt die Umwandlung von als Viehweiden intensiv genutzten Böden in Nutzwald. Dadurch können die Böden regenerieren, zukünftig wieder mehr Wasser und Nährstoffe speichern und sind weniger von Bodenerosion betroffen. Konkret geht es um eine 22.000 Hektar große Fläche.

Die entstehenden Waldgebiete werden nachhaltig bewirtschaftet, bringen hochwertige, langlebige Holzprodukte hervor und binden gleichzeitig große Mengen an Kohlendioxid. Durch die Waldbewirtschaftung werden wichtige Arbeitsplätze geschaffen.

RhönSprudel Klimaneutralität: Fragen und Antworten

Der Begriff klimaneutral bedeutet, dass durch die Erstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung die Menge an CO2-Emissionen in der Atmosphäre nicht erhöht wird. Das Klima soll somit weder positiv noch negativ beeinflusst werden.

Beim Betrieb unseres Mineralbrunnens sind wir bestrebt, die Konzentration an CO2-Emissionen zu reduzieren bzw. bestenfalls zu vermeiden. Derzeit nicht vermeidbare Emissionen kompensieren wir durch ein Aufforstungs- und Waldschutzprojekt durch einen international anerkannten Zertifizierungspartner. 

Ein CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint oder CO2-Bilanz) gibt an, wie viele CO2-Emissionen ein Unternehmen im Laufe eines Jahres oder ein Produkt im Verlauf seines Produktlebens verursachen.

Unser Weg zur Klimaneutralität erfolgt in drei zentralen Schritten.Wichtig für die sinnstiftende Reduktion und Vermeidung von CO2-Emissionen ist die vorherige Analyse und das Ermitteln der CO2-Emissionen. Trotz aller Bemühungen und Bestrebungen wird es uns nicht vollständig gelingen, alle CO2-Emissionen zu vermeiden. Aufgrunddessen gleichen wir die aktuell nicht vermeidbaren CO2-Emissionen  durch die Förderung eines Waldschutzprojekts in Peru sowie eines Aufforstungsprojekts in Uruguay aus.

Klimaschutzprojekte sparen nachweislich CO2-Emissionen ein, etwa durch Waldschutz, Aufforstung oder den Ausbau erneuerbarer Energien. Zusätzlich fördern Klimaschutzprojekte eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern, z. B. indem Waldrodungen verhindert  und nachhaltige, lokale Infrastrukturen ausgebaut werden. 

Klimaschutzprojekte müssen vier Kriterien erfüllen, um als solche anerkannt und zertifiziert zu werden: 

  • Zusätzlichkeit bedeutet in diesem Kontext, dass das Klimaschutzprojekt ohne zusätzliche Finanzierung durch CO2-Zertifikate nicht realisiert worden wäre.
  • Durch den Auschluss von Doppelzählung wird sichergestellt, dass die eingesparten CO2-Emissionen nur einmalig für den Ausgleich von CO2-Emissionen angerechnet werden. 
  • Klimaschutzprojekte bzw. Emissionseinsparungen müssen dauerhaft erfolgen. Dieses Kriterium ist besonders bei Aufforstungs- und Waldschutzprojekten wichtig. Bei diesen Projekten muss sichergestellt werden, dass die Waldflächen über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben.
  • Darüber hinaus müssen Klimaschutzprojekte in allen genannten Kriterien in regelmäßigen Abständen durch unabhängige Dritte überprüft werden. Sie überwachen die Einhaltung der jeweiligen Standards und stellen die tatsächlich eingesparte CO2-Menge rückwirkend fest.

Als Mineralbrunnen mit Sitz im Biosphärenreservat Rhön unterstützen wir eine Vielzahl von regionalen Projekten und Aktivitäten des Natur- und Artenschutzes, um unsere einzigartige Naturlandschaft und die darin lebenden Arten zu schützen und zu fördern. Dabei arbeiten wir mit starken Partnern, wie dem NABU, dem Biosphärenreservat Rhön und der Wildlandstifung Bayern zusammen.

Diese Projekte können nicht für die Klimakompensation genutzt werden, da Projekte in Deutschland aufgrund der Kriterien der Doppelzählung und Zusätzlichkeit nicht einberechnet werden können.

Dementsprechend gleichen wir unsere aktuell nicht vermeidbaren CO2-Emissionen durch die Förderung eines Waldschutzprojekts in Peru sowie eines Aufforstungsprojekts in Uruguay aus. Denn für einen positiven Effekt auf das Weltklima ist es nicht ausschlaggebend, wo die Ausgleichsmaßnahmen statfinden. 

Als Mineralbrunnen mit Sitz im Biosphärenreservat Rhön, unterstützen wir eine Vielzahl von regionalen Projekten und Aktivitäten des Natur- und Artenschutzes, um unsere einzigartige Naturlandschaft und die darin lebenden Arten zu schützen und zu fördern. Dabei arbeiten wir mit starken Partnern, wie dem NABU, dem Biosphärenreservat Rhön und der Wildlandstifung Bayern zusammen.

Unterstützung der Allianz für Entwicklung und Klima

Neben der Zertifizierung der Klimaneutralität gehen wir noch einen Schritt weiter: Im Rahmen unserer Klimaschutzstrategie unterstützen wir die Allianz für Entwicklung und Klima.
 

Das Bündnis aus Unternehmen, Verbänden, Behörden, Kompensationsanbietern und Zivilgesellschaft engagiert sich freiwillig durch internationale CO2-Kompensation in Entwicklungs- und Schwellenländern für die Umsetzung der Agenda 2030 und des Pariser Klimavertrags.