Was genau ist eigentlich Mineralwasser und wie entsteht es?

Mineralwasser ist ein echtes Geschenk der Natur: Als Teil des natürlichen Wasserkreislaufs sickert es über Jahrzehnte tief ins Innere der Erde. Schicht um Schicht passiert dabei der Regen den Boden, ähnlich wie durch ein Sieb, und wird dabei auf ganz natürliche Weise gereinigt und gefiltert. Gleichzeitig löst das Wasser auf seinem Weg durch die Erd- und Gesteinsschichten verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente, die es an sich bindet und speichert. So entsteht aus Niederschlag über viele Jahre natürliches Mineralwasser. Erreicht das Mineralwasser einen Hohlraum, sammelt es sich dort unter einer vor Verunreinigungen schützenden Deckschicht. Gut geschützt vor äußeren Einflüssen lagert es dort und kann dann von Mineralbrunnen entnommen und in Flaschen abgefüllt werden.

Wieso schmecken Mineralwässer unterschiedlich?

Die Natur macht den Unterschied: Jede Region zeichnet sich durch ihre charakteristischen geologischen Gegebenheiten aus. Neben unterschiedlichen Gesteinsschichten weisen auch die Gesteinsarten je nach Region eine unterschiedliche Konzentration und Zusammensetzung von Mineralien auf. Zusammen mit der Temperatur des Wassers, des Bodens und der Fließgeschwindigkeit löst das Wasser entsprechend einen individuellen „Cocktail“ an Mineralien und Spurenelementen aus dem Gestein.

Jedes Mineralwasser erhalt so seine absolut einzigartige, natürliche Mineralisierung und seinen ganz besonderen Geschmack. Eine Typik, die es so kein zweites Mal gibt.

Hat ein Naturprodukt, wie Mineralwasser eine gleichbleibende Qualität?

Natürliches Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland mit einer amtlichen Anerkennung. Die speziellen Anforderungen und Voraussetzungen für die Anerkennung als natürliches Mineralwasser sind in der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) definiert. Demnach darf sich ein natürliches Mineralwasser nur so nennen, wenn es...

  • seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen hat.
  • von ursprünglicher Reinheit ist.
  • natürliche Mineralien und Spurenelemente enthalt, die ggf. ernährungsphysiologisch von Bedeutung sind.
  • in seiner Zusammensetzung konstant bleibt (im Rahmen natürlicher Schwankungen).

Weitere Informationen zur MTVO unter www.gesetze-im-internet.de/min_tafelwv

Wie wird die Reinheit des Mineralwassers auf dem Weg von der Quelle bis ins Glas bewahrt?

Zur Wahrung der natürlichen Reinheit und ursprünglichen Qualität schreibt die Mineral- und Tafelwasserverordnung vor, dass...

  • Mineralwasser direkt am Quellort in die für den Verbraucher bestimmten Flaschen abgefüllt werden muss.
  • nichts hinzugefugt werden darf – außer Kohlensäure, was auf dem Etikett gesondert vermerkt werden muss.
  • nichts verändert werden darf – mit einer Ausnahme: Eisen, Schwefel und Mangan dürfen aus optischen bzw. geschmacklichen Gründen in speziell zugelassenen, besonders schonenden Behandlungsverfahren entfernt werden.

Das unterscheidet natürliches Mineralwasser von anderen Getränken, so zum Beispiel auch von Leitungswasser, das durch unterschiedliche Verfahren unter Einsatz von rund 90 zugelassenen Hilfsstoffen und Chemikalien verändert und aufbereitet werden darf, bevor es eine gute, unbedenkliche Qualität erreicht.

Natürlich rein statt chemisch sauber.

Was sagen die Angaben auf dem Etikett?

Auf dem Etikett finden sich alle gesetzlich vorgeschriebenen und freiwilligen Angaben des Herstellers. So sieht man  beispielsweise auf einen Blick, welche Mineralien in welchen Mengen enthalten sind. Das ist hilfreich, wenn man z.B. ein natriumarmes Mineralwasser sucht. Vermerkt sind hier auch alle sonstigen Eigenschaften, die ein bestimmtes Mineralwasser auszeichnet.

Wussten Sie ...?

  • Ein Mineralwasser darf sich nur dann als natriumarm bezeichnen, wenn es weniger als 20 mg Natrium/ Liter enthält.
  • Für ein Mineralwasser mit der Auslobung „Geeignet für die Zubereitung von Babynahrung“ gelten besonders strenge Grenzwerte.

Wie unterscheiden sich Heilwasser, Quellwasser, Tafelwasser und Leitungswasser?

Zwischen einzelnen Wasserarten gibt es grundsätzlich große Unterschiede, zum Beispiel in Bezug auf die Herkunft, die Zusammensetzung der Mineralien, die zugelassenen Behandlungsverfahren oder die Anforderungen an die Qualität und Kontrollen.

Eine gute Übersicht, wie sich die einzelnen Wasserarten genau unterscheiden, gibt die nachfolgende Tabelle:

Leitungswasser wird immer beliebter. Welche Unterschiede gibt es zu Mineralwasser?

Mineralwasser ist ein zu 100 Prozent natürliches Produkt. Leitungswasser besteht in Deutschland zu zirka zwei Dritteln aus Grundwasser und einem Drittel aus Oberflächenwasser und darf mit 90 Stoffen und Chemikalien behandelt werden. Dennoch suggerieren Testberichte und Medienartikel immer wieder eine vermeintliche Überlegenheit des Leitungswassers gegenüber dem Mineralwasser. Zum Beispiel dadurch, dass Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel sei. Oder, dass Leitungswasser aus dem Hahn immer bedenkenlos getrunken werden könne.

Auf www.dialog-mineralwasser.de, der Website des Dialog Natürliches Mineralwasser – einer Initiative der deutschen Mineralbrunnenbranche, zu der auch wir gehören –, werden solche Mythen und Halbwahrheiten fundiert analysiert und widerlegt. Darüber hinaus bietet die Website aber auch zu aktuellen Themen wichtige Hintergrundinformationen und Stellungnahmen, z.B. zu folgenden Fragen: Warum vermüllen PET-Flaschen der deutschen Mineralbrunnen nicht die Meere? Warum sind Wassersprudler nicht preisgünstig und hygienisch anspruchsvoll?

Informieren Sie sich jetzt über die wichtigsten Unterschiede zwischen Mineral- und Leitungswasser unter: www.dialog-mineralwasser.de

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