Warum ist Trinkwasser auf dem „blauen“ Planeten so kostbar?

Unsere Erde wird nicht umsonst „der blaue Planet“ genannt – immerhin sind 72 % der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt. Doch dieser Überfluss täuscht. 

Ein paar Zahlen machen das deutlich: Die gesamte Wassermenge der Erde beläuft sich auf unvorstellbare 1,4 Milliarden Kubikkilometer. Zum Vergleich: Das größte Schwimmbad der Welt steht in Chile und fasst gerade einmal eine Viertelmillion Kubikmeter! Über 97 % des weltweiten Wasservorkommens bilden jedoch als Salzwasser die Weltmeere – und das ist nicht trinkbar.

Nur 1 % für alle

Umgekehrt heißt das: Gerade einmal 3 % der Wassermenge sind als Süßwasser auf unserem Planeten vorhanden. Aber auch das Süßwasser kann uns nicht einfach als Trinkwasser dienen. Denn davon sind wiederum zwei Drittel Gletschereis und in ebendieser Form an die Polarregionen gebunden. Das bedeutet, es gibt weniger als 1 % Süßwasser in frei verfügbarer Form. Und dieser verschwindend kleine Anteil am Wasser auf der Erde steht tatsächlich für die Aufbereitung von frischem Trinkwasser zur Verfügung – wobei hier Deutschland den weltweit höchsten Qualitätsstandard aufweist. 

Mineralwasser, ein schützenswertes Gut

Angesichts dieser Zahlen wird schnell klar, welch rares und daher kostbares Gut natürliches Mineralwasser ist. Und weil ein derart wertvolles Lebensmittel auch rechtlich entsprechend geschützt werden muss, gilt bei uns in Deutschland die sogenannte Mineral-und-Tafelwasser-Verordnung. Hier sind – im Vergleich zu normalem Trinkwasser – viel strengere mikrobiologische Grenzwerte vorgeschrieben. Und diese werden bei den 815 amtlich anerkannten Mineralwasserquellen, die es hierzulande gibt, ständig kontrolliert.

Mineralwasser – ein frühes Luxusgut

Man ahnt es: Auch bei Mineralwasser hatten die Römer die Nase vorn. Sie lernten schon in frühgeschichtlicher Zeit das natürliche Mineralwasser aus germanischen Quellen schätzen. So sehr, dass sie es in Tonflaschen abfüllen und nach Rom schicken ließen, um es dort gegen Wein oder Münzen zu tauschen. Ein echter Exportschlager, der auch später im 17. Jahrhundert bei den Reichen sehr beliebt war und daher in versiegelten Tonkrügen um die ganze Welt verschickt wurde.

Doch auch wenn wir global betrachtet bei Mineralwasser im wahrsten Sinne des Wortes von einem Luxusgut sprechen können, gibt es selbst hier Qualitätsunterschiede. Wie glücklich kann man sich da schätzen, ein Mineralwasser genießen zu können, das nicht nur in einem Land mit einer außerordentlich hohen Wasserqualität entspringt, sondern sogar im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön!

RhönSprudel. Der Genuss reiner Natur - aus den Tiefen des Biosphärenreservats.