Tipp für den Juli

Gärtnern für Hummel und Biene

Ranger Michael Müller:

"Ein vielfältig angelegter Garten ist im wahrsten Sinne ein gefundenes Fressen für Hummeln und Bienen. Wir zeigen Ihnen, was Sie im Garten und auf dem Balkon für die Tiere tun können."

Stauden und Gemüsebeet

Die Nahrungsgrundlage für Bienen und Hummeln sind Pollen und Nektar. In vielen Gärten domnieren aber sterile Ziersträucher und Golfrasen, die den Insekten keine Nahrung bieten. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten geeignete Stauden und Sträucher für Hautflügler zu pflanzen. 

 

Um den Bienen ganzjährig ein Nahrungsangebot zu schaffen, sollten die verschiedenen Blühzeiten berücksichtigt werden. Ein Staudenbeet kann so angelegt werden, dass zwischen März und Oktober immer etwas blüht. Besonders empfehlenswert sind Wildstauden, die man in Wildstaudengärtnereien bekommt. Geeignet sind z.B. Berberitze, Holunder, Johannisbeere, Himbeeren, Brombeeren, Wildrosen, Liguster, Heckenkirsche, Weigelien und Fingerstrauch. Auch Kräuter- und Gemüsepflanzen können zum Beispiel über den Herbst hinaus ausblühen und dienen dann noch als Nahrungsangebot. Die Blüten von Kürbis, Zucchini oder Ackerbohne sind regelrechte Bienenmagneten. Tomaten, Erbsen und Bohnen werden besonders gut durch Hummeln bestäubt.

Hummeltopf und Bienenbeet

Wer keinen Platz hat, Stauden anzupflanzen, kann auch mit der richtigen Bepflanzung in herkömmlicher Baumarkt-Erde (bitte ausschließlich torffrei!) viel für die pelzigen Fluginseken tun. Einfach in Töpfen, Balkonkästen, alten Schubkarren oder Beeten spezielle Wildblumenmischungen aussäen, andrücken und feucht halten. Nach ca. acht Wochen steht das Bienen-Paradies in voller Blüte. Geeignete Pflanzen sind z.B. Schafgarbe, Glockenblume, Natternkopf, Rittersporn, Kratzdistel, Seifenkraut, Flockenblume, Kornblume, Hunds-Kamille, Kornrade, Echter Frauenspiegel, Hahnenfuß, Schaumkraut. Wer hinsichtlich des Standorts unsicher ist, welche Blumen Schatten oder Sonne vertragen, erhält hier weitere Infos.

Im Hochsommer kommt es oft zu einem ‚Blütenknick‘. Viele Blumen sind verblüht und die Anzahl der Insekten, die Nektar benötigen, steigt sprunghaft an. Es kommt zu Engpässen, die viele Hummeln, die den höchsten Stoffumsatz haben, nicht überleben. Lassen Sie deshalb Pflanzen, die viel von Hummeln angeflogen werden, in Ihrem Garten stehen - auch wenn Sie diese als Unkraut ansehen, wie z.B. Fingerhut, Taubnessel, Vogelwicke, Disteln.

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